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Wahrheit hinter den Etiketten von Hundefutter | LuckyChef

Entdecken die Wahrheit hinter den Etiketten von Hundefutter und lerne, wie man sie richtig liest. Verstehe, was du deinem Hund wirklich fütterst - jetzt Leitfaden lesen!

Als Hundemama oder -papa will man doch nur das Beste für sein Tier. Und das gilt auch für das, was im Napf landet. Bist du dir immer sicher mit dem, was du deinem besten Freund zu Essen gibst? Verstehst du, was dir das Etikett über die Inhaltsstoffe sagen will? Gar nicht so einfach, um es gleich vorwegzusagen.

Etiketten richtig lesen lernen

Dein Vierbeiner hat Hunger? Dann soll es doch sicher eine vollwertige, leckere und vor allem gesunde Mahlzeit sein. Ein Futter, das nicht mit Werbeversprechen lockt und am Ende nichts von all den angeblichen Vorzügen beinhaltet. Also ein Menü, das natürliche Zutaten enthält, das bekömmlich ist, keine Probleme auslöst und bezahlbar ist. Das richtige Futter für seinen Vierbeiner zu finden kann aber schwieriger sein als gedacht.

Eine gesunde, artgerechte Hundemahlzeit ist mehr als der Preis, ihre Deklaration, Analyse, Zusammensetzung und die theoretische Versorgung nach Zahlen. Eine gesunde Hundeernährung hängt von vielen unterschiedlichen und wichtigen Kriterien ab, die bei der Auswahl des geeigneten Futters für den Vierbeiner berücksichtigt werden müssen. Kannst du dich denn auf die Empfehlungen des Züchters, des Hundetrainers oder die deiner Hundebesitzerfreunde verlassen? Höre am besten nicht auf zu viele Meinungen – denn das kann durchaus verwirren. Schau doch lieber aufs Etikett. Oder doch nicht?

Hier sind wir an einem Punkt angekommen, an dem du das Lesen von Etiketten lernen solltest. Wenn du das kannst, wird die Entscheidung für oder gegen ein Hundefutter recht schnell fallen. Denn eine grobe Auswahl zwischen gutem und nicht so gutem Hundefutter kann bereits am Etikett getroffen werden, ohne das Futter überhaupt geöffnet zu haben. Denn viele Fakten über den Inhalt verstecken sich zwischen den Zeilen.

Die 4 % Regel: Legale Kundentäuschung

Wie wäre es heute mal mit „Frischem Fisch mit Pellkartoffeln“, „Delikatessen vom Wildschwein“ oder Perlhuhn mit Mangold”? Hundemenüs klingen heute so, als würde man im Sternerestaurant sein Lieblingsessen bestellen. Nach dem Motto: „nur das Beste für meinen Hund“, wird sehr gerne nach den fein klingenden Hundegerichten gegriffen und es wird sich über die ganz besondere Delikatesse für den Vierbeiner gefreut.

Leider kann der Schein täuschen. Denn die derzeitigen Vorschriften über die Beschriftung von Hundefutter geben den Produzenten bei den Namen und Inhaltsangaben relativ viel Spielraum. Einige Hundemenüs klingen nach mehr, als ihr eigentlicher Inhalt hergibt. Grund dafür ist die sogenannte 4 %-Klausel als gesetzliche Grundlage, die auf den Dosen und Tüten für unsere besten Freunde einiges durchgehen lässt. In dieser Klausel heißt es, dass ein Futter namens „feine Fischfilets“ nur 4 % Fisch enthalten muss und der Rest aus anderen Bestandteilen bestehen kann. Denn neben den gesetzlich gesicherten 4 % im Hundeschmaus darf bei den restlichen 96 % verwendet werden, was die Hundefutterproduktion hergibt. Und hier gibt es viele Möglichkeiten.

Einmal umdrehen, bitte: Blick aufs Etikett

Ein Blick auf die Rückseite des Etikettes ist immer wichtig, um zu überprüfen, ob der Inhalt hält, was die Vorderseite verspricht. Du findest in der sogenannten „Deklaration“ sämtliche erforderlichen Informationen über das ausgewählte Produkt. Hierzu zählen Zusammensetzung, Analysedaten, Fütterungsempfehlung und Zusätze – um nur einige verpflichtende Angaben des Herstellers zu nennen. Für die Zusammensetzung gilt, dass die einzelnen Komponenten in absteigender Menge aufgezählt werden müssen. Ergänzend müssen die vorne genannten Zutaten eine Mengenangabe enthalten, so dass anhand der Reihenfolge und offen gelegten Mengen die restliche Zusammensetzung geschätzt werden müssen. Hinderlich für den Verbraucher ist dabei, dass der Hersteller zwischen einer offenen, halboffenen oder geschlossenen Zutatendeklaration wählen kann und ihm dadurch mehr oder weniger freisteht, wie viel Information er seinem Käufer am Ende tatsächlich zur Verfügung stellt.

Der Blick fürs Wesentliche: Deklaration ist alles

Das Gesetz bietet Hundefutterherstellern eine legale Grauzone, die auch Experten vor Herausforderungen stellen kann. Schließlich gibt es verschiedene Deklarationsmöglichkeiten. Im Allgemeinen gibt es bei Futtermitteln eine Unterscheidung zwischen einer offenen, halboffenen und einer geschlossenen Deklaration.

  • Eine offene Deklaration erfordert eine ausführliche Angabe der enthaltenen Menge in Prozent für jede Zutat. Aus diesem Grund wird die “offene Deklaration” fast nur für Nutztierfutter für Rinder und Schweine verwendet.
  • Die “halboffene Deklaration” ist bei Hundefutter häufiger anzutreffen. Diese enthält auch eine ausführliche Beschreibung jeder Zutat, aber es werden nicht alle Mengenangaben gemacht, um die Rezeptur in gewissem Umfang zu schützen. Die halboffene Deklaration hat den Vorteil, dass keine pauschale Auflistung der Zutaten in Gruppen erfolgt oder (prekäre) Rohstoffe unter Umständen verschwiegen werden.
  • Leider entscheiden sich viele Hundefutterhersteller häufig für die „geschlossene Deklaration“, die nicht ganz so verbraucherfreundlich ist und den größten Spielraum auf dem Etikett bietet. Diese Form setzt sich aus Futtermittelgruppen zusammen. Nur die übergreifende Gruppenbezeichnung wie Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Milch und Molkereierzeugnisse oder Fisch und Fischereinebenerzeugnisse kommt dabei zum Einsatz, unabhängig von der Qualität der Rohstoffe.

Die “geschlossene Deklaration” ist für Verbraucher leider nicht transparent. Anhand solcher Angaben kann niemand exakt erkennen, welche Menükomponenten das Menü tatsächlich enthält. Wenn man glaubt, dass feines Muskelfleisch vom Kaninchen im Napf landet, kann es theoretisch viele verschiedene Fleischsorten und Teile gegeben haben, die neben Kaninchen verwendet wurden. Das Etikett verrät das leider nicht. Besonders bei Hunden mit Allergien oder Unverträglichkeiten stellt dies ein Problem dar.

Oft gelesen, nie darüber nachgedacht: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse

Selbst für Experten sind die Komponentenbezeichnungen der “geschlossenen Deklaration” nicht besonders transparent. Eine solche Deklaration lässt den Verbrauchern in Deutschland nicht klar erkennen, woher das Eiweiß in den Produkten (Muskelfleisch, Tiermehl oder Soja) kommt. In den meisten Fällen wird auf den Verpackungen nur erwähnt, dass „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ eingesetzt wurden.

Fast immer bezieht sich der Ausdruck „tierische Nebenerzeugnisse“ auf das sogenannte “K3 Material”. Dieses beschreibt Abfälle, die aus der Fleischschlachtung oder -verarbeitung stammen. Er ist nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet, kann aber in Hundefutter verwertet werden und dient dort als gern genutzte Proteinquelle.

Fleisch ist das Gemüse des Hundes

Der Konsument erkennt ein hochwertiges Hundefutter nicht nur durch eine klare Deklaration, sondern auch an der Hauptkomponente des Menüs. Der „Carni-Omnivore“ (Fleisch- und Allesfresser) Hund sollte dabei stets Fleisch als Hauptnahrungsmittel gefüttert bekommen. Daher kann schon anhand des Fleischanteils eine Qualitätsbewertung des Hundefutters vorgenommen werden. Fleisch sollte bei gutem Futter immer an erster Stelle stehen, da die Zutaten in der Zusammensetzung nach ihren Mengenangaben abnehmend erscheinen. Aber Vorsicht, hier kann man auch tricksen! Obwohl Fleisch als erstes genannt wird, kann dennoch ein anderer Teil überwiegen, wenn die einzelnen folgenden Zutaten in ihrer Summe überwiegen.

Rohprotein – ein Blick darauf lohnt sich

Nicht nur das Verhältnis der Zutaten zueinander, sondern auch die Analysedaten selbst tragen zur Bewertung des Futters bei. Der Rohprotein-Wert gewinnt hier besondere Bedeutung. Ist er zu gering, enthält das Futter nicht genügend oder minderwertiges Fleisch mit einem eventuell hohen Anteil an Bindegewebe. Und Achtung! Rohprotein kann auch von pflanzlichen Bestandteilen stammen. Ein Futter könnte zum Beispiel nur 5 % Fleisch und trotzdem 25 % Rohprotein enthalten. Wobei das Eiweiß dann hauptsächlich aus den zugesetzten pflanzlichen Quellen stammt.

Der Nährwert und die Bioverfügbarkeit von pflanzlichen Proteinen sind für Hunde aber geringer als von tierischen Eiweißen, da ihr Stoffwechsel die pflanzlichen Proteine nur zu etwa 35 % aufspalten kann. Bei tierischen Proteinen hingegen nimmt ein Hund bis zu 90% auf, was für ihn einen deutlich höheren Nährwert bedeutet und das Futter damit hochwertiger macht. Um eine genaue Einschätzung des Proteingehalts und der Futterqualität vorzunehmen, ist es daher notwendig, sämtliche Etikettierungsinformationen in ihrer Gesamtheit zu bewerten. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Etikett-Informationen mehr preisgeben, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Individuelle Ernährung für Deinen Hund

Bei LuckyChef glauben wir an maßgeschneiderte Ernährung für Hunde. Mit unseren individuell angepassten Rezepten und der Expertise unserer Tierärzte sorgen wir dafür, dass dein Vierbeiner alles bekommt, was er braucht, um fit und glücklich zu sein.